Basketball begleitet Sonja und Eva Kreischer schon fast ihr ganzes Leben. Die Schwestern spielen seit 16 Jahren beim TSV Vaterstetten, stehen heute gemeinsam in der Damenmannschaft und engagieren sich gleichzeitig mit viel Herzblut als Trainerinnen der jüngsten Basketballerinnen und Basketballer.
Während Sonja die U8, U10, U12w und U14w trainiert, hat Eva sie in dieser Saison als Trainerin bei allen genannten Mannschaften unterstützt. Gemeinsam geben sie Einblicke in ihre Leidenschaft für Basketball, ihre Trainerarbeit und den besonderen Teamgeist innerhalb der Basketballabteilung.
Eine echte Basketball-Familie
Zum Basketball kamen die beiden über ihre Familie.
Sonja erzählt:
„Mein Vater hat mich zum Basketball gebracht und anfangs auch trainiert. Es ist einfach toll, wie viel Vielfalt in diesem Sport steckt – man kann immer noch etwas Neues lernen.“
Auch Eva musste nicht lange überlegen:
„Wir haben noch zwei Geschwister, die ebenfalls beim TSV Vaterstetten gespielt und gecoacht haben. Wir sind also eine richtige Basketballer-Familie – sogar unsere Oma hat schon Basketball gespielt.“
Vom Kindertraining direkt ins eigene Training
Ein typischer Basketballtag ist für die beiden lang – und abwechslungsreich.
Zuerst stehen die jüngsten Teams auf dem Programm: die U8 und U10. Danach folgen die Mädchenmannschaften U12 und U14, bevor am Abend schließlich noch das eigene Training mit der Damenmannschaft beginnt.
Auch die Trainingseinheiten selbst folgen einem klaren Aufbau:
Nach verschiedenen Aufwärmspielen geht es zunächst um Grundlagen und Basics. Anschließend werden technische und taktische Fähigkeiten weiterentwickelt, bevor das Training mit einem Basketballspiel endet.
„Das Schlussspiel darf nie fehlen“, sagt Sonja. „Ohne Praxis im Training funktioniert es später auch im Spiel gegen andere Mannschaften nicht.“
Besonders schön findet sie ihre Rolle als Trainerin:
„Es ist besonders schön zu sehen, wenn ein Kind etwas gelernt hat und es dann auch anwendet und Erfolgserlebnisse und Spaß dabei hat.“
Team schlägt Talent
Was macht Basketball für die beiden so besonders?
Für beide gehören Schnelligkeit, Teamspiel sowie die vielen unterschiedlichen Techniken und Taktiken zu den größten Reizen des Sports.
Auf die Frage, was wichtiger sei – Technik, Taktik oder Teamgeist – müssen die Schwestern nicht lange überlegen.
„Das Team ist immer am wichtigsten. Ohne ein gut eingespieltes Team kann man nicht gewinnen.“
Auch die Eigenschaften eines guten Basketballspielers gehen für sie weit über gute Würfe hinaus.
Sonja nennt vor allem das Verständnis für die Mitspielerinnen und Mitspieler sowie den Überblick auf dem Spielfeld. Für Eva gehören außerdem Athletik und die nötigen Skills dazu.
Eine erfolgreiche Saison
Mit den Jugendmannschaften blicken die beiden insgesamt zufrieden auf die vergangene Saison zurück.
Die Jungs konnten zu Beginn viele Spiele gewinnen und entwickelten sich trotz einiger Verletzungen im Laufe der Saison stetig weiter.
Besonders freut sich Sonja aber über die Mädchenmannschaften:
„Obwohl wir viele Spielerinnen aus dem jüngeren Jahrgang haben und es ihre erste Saison in der Mädchenliga war, haben sie sich toll entwickelt und am Ende sogar ein ganz knappes Spiel gewonnen.“
Auch bei den Damen lief es erfolgreich.
„Letzte Saison sind wir aufgestiegen. Dieses Jahr haben wir uns als Team in vielen Bereichen weiterentwickelt und konnten die Liga halten.“
Teamgeist steht an erster Stelle
Für beide Trainerinnen spielt Teamgeist eine zentrale Rolle.
Sonja legt großen Wert darauf, dass sich die Kinder gut verstehen, gemeinsam spielen und aufeinander achten.
Eva kennt die Bedeutung von Teamwork auch aus ihrer Rolle als Aufbauspielerin und Teamkapitänin der Damen:
„Ich achte immer darauf, dass möglichst alle gut eingebunden werden.“
Blick nach vorne
Für die kommende Saison haben sich die beiden klare Ziele gesetzt.
Sportlich soll weiter an der Defense gearbeitet, das Angriffsspiel verbessert und das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaften weiterentwickelt werden.
Ein weiteres großes Anliegen ist es, noch mehr Mädchen für Basketball zu begeistern.
„Sowohl in den Jugendmannschaften als auch bei den Damen freuen wir uns immer über neue Spielerinnen.“
Wer Basketball einfach einmal ausprobieren möchte, kann ganz unkompliziert beim Training vorbeischauen und mitmachen. Alle Teams und Trainingszeiten gibt es
HIER.
Zum Schluss noch etwas Spaß…
Was war dein spannendster Spielmoment?
Eva muss nicht lange überlegen:
„Zwei spielentscheidende Freiwürfe in der allerletzten Spielsekunde. Einer für den Ausgleich und der zweite für den Sieg. Ich habe tatsächlich beide getroffen. Das war wirklich sehr cool!“
Wenn Basketball ein Film wäre – welcher wäre es?
„Love and Basketball“. Für die beiden passt der Film perfekt, denn er handelt von der Liebe und Leidenschaft zum Basketball, aber auch vom Miteinander in Beziehungen. Außerdem gibt es eine starke weibliche Hauptfigur, die hart trainiert und großartigen Basketball spielt.
Wer ist der 'Clutch Player'?
Bei den Mädchen ist das für Sonja eindeutig Hanna.
Bei den Damen fällt die Wahl auf ihre Schwester Eva.
Was ist euch im Basketball am wichtigsten?
Die beiden haben eine klare Reihenfolge:
- Defense – „ohne gewinnt man nicht!“
- Rebound – Ballbesitz ist entscheidend.
- Teamchemie – gutes Zusammenspiel.
- Passing – gute Pässe sind entscheidend für ein funktionierendes Teamspiel.
- Offense – die Körbe müssen am Ende natürlich trotzdem fallen.
Was ist euer Ritual vor einem Spiel?
Sonja sorgt zunächst dafür, dass sie und ihre Schwester – je nach Lust und Laune – ein bis vier Zöpfe flechten, und erstellt den Spielplan.
Eva ergänzt:
„Außerdem überlegen wir uns immer Ziele für das Team – und oft auch individuelle Ziele.“
Was ist euer persönlicher Gänsehautmoment im Sport?
Für beide ist die Antwort dieselbe:
„Wenn das ganze Team zusammenhält und jeder alles gibt. Dann ist das Ergebnis gar nicht das Wichtigste. Hauptsache, man hatte Spaß, hat sich individuell und als Team voll eingesetzt und gemeinsam die eigenen Ziele erreicht. Dann kommen die Erfolge meistens ganz von alleine.“
Fazit
Für Sonja und Eva ist Basketball weit mehr als nur Körbe werfen. Der Sport verbindet Generationen ihrer Familie, bringt Menschen zusammen und zeigt ihnen jeden Tag aufs Neue, wie wichtig Teamgeist, Zusammenhalt und gemeinsame Ziele sind. Genau das möchten sie auch an die nächste Basketball-Generation beim TSV Vaterstetten weitergeben.